Archive for März, 2010


Es ist seit Jahrhunderten der Traum der Menschen: die Unsterblichkeit. Was bis heute nur in Spielfilmen möglich schien, ist  für ein Lebewesen auf unseren Planeten schon längst Realität. Die Quallenart „Turritopsis Nutricula“ ist potentiell  biologisch UNSTERBLICH und aus diesem Grund auch mehr als amüsiert über alle anderen Lebensformen auf unserer Erde, mit denen  es die Evolution nicht so gut gemeint hat.

 Foto: strollers/ Flickr

Die Quallenart, die vor allen in den tropischen Gewässern beheimatet ist, hat die Fähigkeit der Transformation. Dabei ändert  sie, wenn sie alt geworden ist, ihren Zellenstatus von einer ausgewachsenen, geschlechtsreifen Hydra zum unausgereiften  Polypen zurück. Bildlich gesehen wäre das, wie wenn sich ein alter Mann zurück in den Zustand eines Embryos verwandeln  würde.

Doch wie funktioniert dieser Prozess? Die Qualle bildet an ihrem Außenschirm neue Zellen, die mit denen des Muttertieres  identisch sind. Mit diesem Trick versetzt sie sich in ihre frühste Entwicklungsstufe zurück. Forscher sprechen dabei von  „Transdifferenzierung“, was soviel bedeutet wie die Umwandlung einer Körperzelle in eine andere Zellenart. In der Natur ist  diese Fähigkeit von Salamandern bekannt, die durch den Prozess ganze Körperteile „nachwachsen“ lassen können. Im  Gegensatz zum Salamander kann die Qualle jedoch ihren gesamten Körper „transdiffernzieren“.

So faszinierend die Unsterblichkeit des Lebewesens auch ist, sie kann bald zur Belastung für die Meere werden: Dadurch das die Tiere  nicht sterben, wächst ihre Population weltweit rasant an. Meeresbiologin Dr. Maria Miglietta prognostiziert sogar eine  „stille Invasion“ der glibberigen Meeresbewohner (Quelle: News.de)

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Es muss ein majestetischer Anblick sein, wenn man vor ihnen steht. Ihre Dächer ragen bis zu 3000 Meter in den Himmel, und geben einen das Gefühl von winziger Größe: die Tafelberge in Süd-Amerika. Von den Venezuelanern ehrfürchtig „Tepuis“ (span. Häuser der Götter) genannt, prägen sie die Landschaft und machen sie so einzigartig. Sie gelten heute als letzter weißer Fleck auf unseren Planeten. Trotz Anden (5000 Meter) und dem Hochland von Guayana (bis 1000 Meter) richten sie durch ihre ungewöhnliche Form nicht nur die Blicke der Menschen auf sich, sondern auch ihren Glauben. 

17 Tage dauert der Aufstieg auf den „Pico da Neblina“ zwischen Brasilien und Venezuela: klettern, essen und schlafen. Das sind mehr als zwei Wochen an einer geheimnissvollen Wand hängend, nur einen Gurt vom Absturz entfernt. Doch was einen letztendlich auf dem Gipfel erwartet, ist jede Mühe wert und übertrifft jegliche Vorstellungskraft: Es gibt eine schier unbekannte Tier- sowie Pflanzenwelt. Auf den Plateaus tummeln sich Frösche, die weder hüpfen, noch schwimmen können und Pflanzen, die noch nie ein Mensch je zuvor gesehen hat. Wissenschaftlern zufolge wäre es sogar noch möglich, das Saurier auf den bis zu 700 quadratmetern großen Plateaus überlebt haben könnten. Kein Wunder also, das der Schottische Schriftsteller Arthur Conan Doyle seinen Roman „Die vergessene Welt“ hier ansiedelte. Auch der Regisseur Michael Crichton nahm die Tafelberge als Vorbild für sein Werk „Jurrasic Park“. (Quelle: Welt der Wunder, Wunderwelt Wissen)

Britische Wissenschaftler vermuten heute, das die Tepuis in Süd-Amerika eine Art „Labor des Lebens“ bilden. Auf nur einen einzigen dieser Tafelberge wurde sogar eine größere Artenvielfalt gemessen, als in ganz Europa. Durch die abgeschottete Lage in den Wolken wird Flora und Fauna vor Waldbränden und großer Trockenheit bewahrt, deswegen könnte auf den Tepuis auch der Ursprung des gesamten Amazonasgebietes liegen.

Der höchste freifallende Wasserfall der Erde befindet sich übrigens auf den „Auyan-Tepui“ (ebenfalls ein Tafelberg) im Süden Venezuelas. Der „Kerepakupai-Merú“ (indig. Sprung des tiefsten Ortes) misst eine Fallhöhe von insgesamt 979 Metern!